Filmreihe


Film und  Gespräch


      „Dazwischen“


zwischen alter, neuer und fremder Welt“

Filmbeginn 19.00 Uhr – Eintritt frei



Ökumenisches Zentrum Christuskirche

Beethovenplatz   Frankfurt   Westend

 

Die Filme zeigen Begegnungen und Spannungen zwischen alter und neuer Welt, in denen ein Dazwischen, ein „Interesse“ aneinander entsteht. Kann darauf aufbauend die Zukunft gestaltet werden? Darüber diskutieren wir.


23. November 19 Uhr: „Welcome“, Regie: Philippe Lioret, 2010
Der 17-jährige Kurde Bilal ist aus dem Irak geflohen. Von hier will er weiter nach England, um seine Freundin Mina wiederzusehen. Bilal beschließt, den Ärmelkanal schwimmend zu überwinden. Bei dem Schwimmlehrer Simon nimmt er Unterricht. Eines Morgens ist Bilal aus Simons Wohnung verschwunden. „Welcome“ zeigt, dass Solidarität nicht nur den Verfolgten hilft, sondern auch dem Leben des Helfers einen neuen Sinn verleiht.

 

11. Januar 19 Uhr: „Yasmin“, Regie: Kenny Gleenan, 2004
Eine junge Frau zieht sich auf einer Wiese eine enge Jeans an; ihr dunkles Kleid wirft sie mitsamt Kopftuch in ihr rotes Cabrio. In der Ferne hört man die Stimme ihres jüngeren Bruders, der ein muslimisches Gebet rezitiert. Der Film zeigt die Auswirkungen der Terroranschläge vom 11. September 2001 auf die Lebensrealität muslimischer Einwanderer in Großbritannien. Auch an der selbstbewussten jungen Frau gehen die Ereignisse nicht spurlos vorüber.

 

8. Februar 19 Uhr: „Le Havre“, Regie: Aki Kaurismäki, 2011
Le Havre ist das selbst gewählte Exil von Marcel Marx, einem gescheiterten Schriftsteller und Lebenskünstler. In seinem Viertel ist der charmante Hungerleider beliebt. Doch als seine Frau schwer erkrankt und er dem minderjährigen Idrissa aus Afrika begegnet, gerät sein ruhiger Alltag durcheinander. Marcel versteckt Idrissa. Schließlich hilft sogar ein Polizeikommissar. Nicht nur in der kalten Welt der Abschiebebehörden geschehen noch Zeichen und Wunder.

 

15. März 19 Uhr: Dämonen und Wunder – Dheepan, Regie: Jacques Audiard, 2015
Dheepan hat in Sri Lanka für die Tamil Tigers gekämpft, aber das ist vorbei. Zusammen mit einer fremden Frau und einem verwaisten Mädchen reist er illegal nach Frankreich ein. Eine Weile sieht es so aus, als könnten die Flüchtlinge trotz bedrückender Umstände Fuß fassen. Aber auch hier herrscht die Gewalt. Am Ende zeigt der Film, dass Dheepan noch ein ganz anderer sein könnte – wenn er nicht beständig ums Überleben kämpfen müsste.

 

5. April 19 Uhr: „East is East“, Regie: Damien O’Donell, 1999
Drunter und drüber geht es in der anglo-asiatischen Familie von George und Ella Kahn. Fünf Söhne und Tochter Meenah suchen ihren eigenen Weg. Der aus Pakistan eingewanderte Imbissbesitzer George stellt sich hilflos und aggressiv gegen den Lebensstil seiner Kinder. Mit Sinn für die Tragik wie die Komik der traditionellen Vaterfigur wird in dieser Geschichte aus den siebziger Jahren die konfliktreiche Herkunft der zweiten Generation von Einwanderern anschaulich.

 

3. Mai 19 Uhr: „The Visitor – Ein Sommer in New York, Regie: Tom McCarthy 2007
Nach dem Tod seiner Frau verstärkt sich für den Universitätsprofessor Walter Vale das Gefühl von Resignation und Leere. Er begegnet einem Paar, sie kommt aus dem Senegal, er aus Syrien; beide halten sich illegal in den USA auf. Auf überraschende Weise werden durch sie seine Lebensgeister wieder geweckt. Der Schutz und das Recht der Fremden sind dafür eine unabdingbare Voraussetzung.





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