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2015 – Dietmar Burkhardt: Wir sind allzumal „Zwischenraum“

veröffentlicht um 27.06.2015, 07:41 von webmaster B   [ aktualisiert: 03.03.2016, 16:51 ]

Dietmar Burkhardt: Wir sind allzumal „Zwischenraum“
Evangelische Kirche als Einwanderungskirche –
Folgerungen für Gemeindeentwicklung und Ekklesiologie

Pfarrer Dietmar Burkhardt hat in einem dreijährigen Forschungsprojekt untersucht, wie sich Gemeinden für Christen und Christinnen anderer Nationalität öffnen können. Eine christliche Gemeinschaft, die sich nicht nur als einladende, sondern vor allem als eingeladene Gemeinde versteht, kann zu einem „Zwischenraum“ werden, wenn sie lernt, nicht mehr strikt zwischen „wir“ und „den anderen“ zu unterscheiden und traditionelle protestantische Verengungen hinterfragt. Für eine interkulturelle Öffnung von Gemeinden ist es hilfreich, wenn Gemeinden „Dritte Räume“ schaffen, in dem es nicht mehr Gäste und Gastgeber gibt, sondern alle Gäste sind. So erhalten Menschen anderer Herkunft und Sprache die Möglichkeit, Neues in diese Räume hineinzutragen und sie zu Zwischenräumen werden zu lassen. Was gelten soll, muss dabei immer wieder neu entdeckt und ausgehandelt werden. Gemeinden, die sich selbst als Gäste Gottes verstehen, werden dabei den Zwischenraum“ als spirituell bereichernd und als Ort interkultureller Verständigung entdecken und schätzen lernen. Wir brauchen in der evangelischen Kirche, so Dietmar Burkhardt, nicht so sehr eine „Willkommenskultur“, sondern eine „Beteiligungskultur“.

Mittwoch, 17. Juni, um 19 Uhr